Heute ist Tag 3 unserer Sri Lanka-Reise und wir freuen uns auf unsere geplanten Elefanten-Erlebnisse. Als erstes steuern wir das Elefantenwaisenhaus in Pinnawala an. Da wir vor zwei Jahren eine ähnliche Elefanten-Auffangstelle in Kanchanaburi, in Thailand, besuchten, sind unsere Erwartungen dementsprechend hoch. Ausgerüstet mit Safarihosen und Kameras kaufen wir unsere Eintrittskarten, wobei wir auch ein Ticket für das Füttern der Babyelefanten mitnehmen. Leider sind wir sehr enttäuscht, als wir sehen, dass der angekettete Babyelefant nur eine Touristenabzocke ist. Wir sehen uns um und entdecken eine Herde, die etwas glücklicher zu sein scheint. Viele Mahouts laufen herum und wenig später bringen sie in einem Auto ein paar Sträucher und Äste als Futter für die schon wartenden Elefanten. Es ist sehr süß, wie sie sich die Bäumchen schnappen, sich ein paar Mal auf den Kopf schlagen, um sie sauber zu machen und sie dann genüsslich verspeisen. Nach dem Essen wandern wir alle zusammen mit der Elefantenherde durch eine kleine „Einkaufsmeile“ (alle möglichen Souvenirs) zum Fluss und es geht für die Dickhäuter ab ins Wasser. Von oben dürfen wir jetzt für zirka eine Stunde einen sehr lustigen Badespaß beobachten. Die einen toben sich richtig aus (besonders die Babyelefanten), andere legen sich regungslos ins Wasser und man sieht nur hin und wieder den Rüssel herausragen. Traurig ist, dass manche Elefanten angekettet werden und sich kaum bewegen können. Man erzählt uns, dass sie aggressiv seien und das so sein müsse, aber das leuchtet uns nicht so ganz ein...

Alles in allem war es eine schöne Erfahrung, auch wenn wir denken, dass es sehr touristisch ist.

 

Da wir noch nicht genug von den süßen Elefanten haben besuchen wir den ca. 48 km (von Sigiriya aus) entfernten Kaudulla Nationalpark. Eigentlich war ursprünglich der Minneriya Nationalpark geplant, aber Dank unseres kompetenten Guides Newton disponieren wir um. Er erzählt uns, dass die Elefantenherde zwischen den Gebieten wechselt und sich zum Zeitpunkt unseres Besuchs im Kaudulla Nationalpark aufhält. Um etwa 13:45 Uhr begrüßen wir unseren Fahrer und steigen in seinen Jeep. Die ersten 30 Minuten fahren wir einen sehr holprigen Weg entlang und werden ziemlich durchgeschüttelt, während wir nach den Dickhäutern Ausschau halten. Dann sehen wir plötzlich auf einer großen Wiesenfläche in der Nähe des Wassers eine riesige Elefantenherde. Leider entdecken wir sie nicht alleine, sondern müssen uns den Beobachtungsplatz mit einigen anderen Jeeps teilen. Aber das macht nichts, denn es ist eine sehr aufregende Erfahrung diese gigantischen Tiere in der freien Wildnis zu beobachten. Unser Jeepfahrer versucht so nah wie möglich an die Herde heranzukommen, aber man muss sich auch in Acht nehmen, denn so mancher Elefant ist teilweise etwas angriffslustig. Im Vergleich zum Elefantenwaisenhaus ist dieser Ausflug eine wundervoll aufregende Erfahrung, bei der man immer gespannt sein kann, was wohl als nächstes passiert. Nach vier Stunden Safari machen wir uns wieder auf den Heimweg und dürfen sogar noch erleben, wie eine Elefantenfamilie vor uns die Straße überquert. Einfach toll!